Veredelung von Plakaten

Hier werden plakattypische Veredelungsarten aufgeführt.
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, nahezu alle Veredelungsmöglichkeiten beim Kalender auch
auf das Plakat anzuwenden.
Aber ACHTUNG: Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt!
Plakate, speziell in der Außenwerbung, stehen auf öffentlichem Grund und können in gewisser Weise auch den Straßenverkehr beeinflussen. Es darf daher keine Gefährdung davon ausgehen. So sind z.B. Neon- oder Leuchtfarben verboten, da sie Verkehrsteilnehmer ablenken oder sogar blenden könnten.
Farbe und Lacke wiederum, die Metallpartikel enthalten (z.B. Gold u. Silber) werden nicht verwendet, weil sie unter Witterungseinfluss oxidieren. Sie „rosten“ und sehen dann Grau oder Braun aus.
Auch hier genügt ein Anruf – wir beraten Sie gerne. Wir nennen Ihnen Alternativen – perfekt abgestimmt auf Ihre Vorstellungen und Ihr Design.

Schneiden

Geschnitten wird in unserem Hause auf verschiedene Arten, abhängig von Format, Auflage und Verwendungszweck.
Plakate und Kalender in Großauflagen: Auf mehreren vollautomatischen Schneidemaschinen bis zu 185 cm Einlaufbreite. Trennschnitte auch inline in der Offsetdruckmaschine. Plakate in kleineren Auflagen, Trennschnitt und Seitenbeschnitt: inline in der Digitaldruckmaschine.
Größere Formate als 190 cm Einlaufbreite werden auf halbautomatischer Schneidemaschine geschnitten. Formschnitte, z.B. Folienbuchstaben, werden halbmanuell ausgeführt. (Schneideplotter)

Falzen in der Falzmaschine

Seit vielen Jahren müssen Großflächen gefalzt und gemappt an die Plakatinstitute geliefert werden. Für diese und andere Zwecke steht Ihnen bei uns eine Falzmaschine mit drei Falzwerken zur Verfügung.
Falzwerk 1 beinhaltet vier, Falzwerk 2 und 3 jeweils zwei Falztaschen.

Folienkaschieren (auch Kaschieren, Cellophanieren)

Darunter versteht man einseitiges, flächiges Verkleben eines Materials (z.B. Papier, Karton) mit einer Folie.
Es gibt Matt-, Glanz- und Sonderfolien.

Die Wirkung bzw. die Unterschiede sind dabei ähnlich wie bei Matt- u. Glanzlack zu sehen.

Laminieren (auch Einsiegeln, beidseitiges Kaschieren)

Laminieren ist beidseitiges Kaschieren – hierbei wird das Papier oder der Karton komplett zwischen zwei Folien eingeschlossen.
Höchster Schutz und Haltbarkeit sind gewährleistet und das Produkt ist zudem abwaschbar. (Hygiene, z.B. Speisekarten)
Die Oberfläche kann auch hierbei glänzend, mattiert oder sogar reflexionsfrei sein.

Beleistung und Aufhängung von Plakaten aus Papier und Folie (kaschiert und/oder unkaschiert)

Wir verwenden vier Arten von Metallleisten in unterschiedlichen Größen und Farben um Ihre Plakate zu beleisten.
- Metall-Winkelleisten
- Metall-Flachkantleisten
- Metall-Hohlrundleisten
- Metall-Patent-Hohlrundleisten

Als Aufhängung kommen je nach Leiste und Format verschiedene Methoden und Materialien zum Einsatz:
Mittelaufhängungsschlingen (Kordel, Kunststoff oder Draht), Dreiecksaufhängungen
Außenlochung für Aufhängehaken uvm.

Wir beraten Sie gerne.

Ösen

Stärkere Materialien wie z.B.
laminierte Plakate oder Banner aus Kunststoff oder Leinwand werden gelocht und mit Metallösen versehen.
Dabei wird das Material zum Teil an den Rändern verstärkt oder umgelegt und geklebt oder vernäht, je nach Einsatzfeld und Beanspruchung.

Rillen, Ritzen, Nuten

Rillen wird bei bedrucktem Material ab 150g/m² eingesetzt. Dabei wird durch Materialverdichtung eine Rille geformt, die spätere Biegestelle. Bei Staudigl kann auch inline, in der Offset-Druckmaschine gerillt werden.
Ritzen kommt erst bei höher grammaturigem Material, oder bei Volumenpapieren zum Einsatz.
Dabei wird das Material von einer Seite senkrecht 50-70% tief eingeschnitten. Die Materialfestigkeit wird gesenkt und so die Biegestelle vorbereitet.

Nuten wird heute selten, und wenn, dann nur bei extrem dicken Materialien über 5 mm Stärke eingesetzt. Beim Nuten schneidet man entlang des künftigen Falzes Material aus dem Karton heraus.
Achtung: Das Wort „Nuten“ ist sehr gebräuchlich und wird oft verwendet, wenn eigentlich „Rillen“ oder „Ritzen“ gemeint ist.

Hologrammfolien (auch Prägeholografie)

Dreidimensionale Effekte, hervorgerufen durch Lichtbrechung. Diese können zudem noch animiert sein und beim Bewegen des Objekts zwei oder mehr unterschiedliche Abbildungen zeigen.
Da dieses Verfahren fälschungssicher ist, wird es häufig auch als Produktschutz verwendet. (z.B. auf Kreditkarten, Medikamentenpackungen usw.)

Day and Night Effekt: Ein Plakat – zwei Gesichter!

Leuchtende Farben und überaus verblüffende Effekte erzielt man bei hinterleuchteten Plakaten durch den Mehrschichtdruck.

Besonders im Winter, wenn es lange dunkel ist, kommen Plakate mit dieser raffinierten Technik hervorragend zur Geltung.

Druck auf metallisiertem Papier: Auffallend, edel, wetterfest.

Druck auf Affichen-Papier mit metallisierter Oberfläche. Auf der silbernen Oberfläche werden die Farben in Ihrer Reinheit nicht verfälscht. Ebenso problemlos ist der Übereinanderdruck der Druckfarben. Das Material erfüllt alle Anforderungen die für den Außeneinsatz wichtig sind. Es ist:
- nassklebefest
- wetterbeständig
- oxidationsfrei
- für die Klebung im Straßenverkehr zugelassen
- problemlos überklebbar
- recycelbar
- auch PEFC und FSC zertifiziert erhältlich

Druck auf Sondermaterialien

Für klassische Plakate in der Außenwerbung (im öffentlichen Anschlag) wird immer Outdoor-Affichenpapier mit blauer Rückseite verwendet.
Für Plakate im Indoorbereich nimmt man zumeist Bilderdruckpapier matt oder glänzend in verschiedenen Grammaturen.

Für den POS werden jedoch, speziell im Digitaldruck und je nach Anwendung, gerne andere Materialien als Papier eingesetzt, z.B. Vinyl, Stoff, Planen. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.

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